amontis Navigator – Januar 2026

Welche Themen sind dieses Jahr eine Veränderung wert?

 Unsere Kundinnen und Kunden bewegt besonders:

  • KI 
  • „Competitive Edge” im Kerngeschäft 
  • Konjunkturunsicherheit 
  • Lieferketten und Supply Chain – Abhängigkeiten unter der derzeitigen geopolitischen Lage 
  • ESG (Environmental, Social, Governance)
  • Geschäftsmodellinnovation und Transformation 

 

Diese Themen sind nicht isoliert zu betrachten – sie überlagern sich, verstärken sich gegenseitig und machen deutlich, wie entscheidend strukturierte Umsetzung und wirksames Change Management in diesem Jahr sein werden.

Dieser Artikel wurde erstmals im LinkedIn-Newsletter „amontis Navigator“ von amontis consulting veröffentlicht. Jetzt folgen!

Inhaltsverzeichnis

Neues Jahr, neue Vorsätze! Aber wie überwindet man den „Execution Gap“?

Der Jahreswechsel ist für viele ein Moment der Reflexion: Ziele werden geschärft, gute Vorsätze formuliert und Strategien neu gedacht.  Doch zwischen klaren Absichten und tatsächlicher Umsetzung klafft oft eine Lücke – der sogenannte Execution Gap. Gerade hier entscheidet sich, ob Vorhaben Wirkung entfalten oder im Tagesgeschäft versanden. Entscheidend ist nicht allein, was man sich vornimmt, sondern wie konsequent Ziele in konkrete Schritte, klare Verantwortlichkeiten und wirksame Routinen übersetzt werden.

In diesem Jahr werden genau diese Fähigkeiten für viele Unternehmen zur Weichenstellung: Wer es schafft, Vorsätze strukturiert umzusetzen und Veränderungen aktiv zu steuern, wird nicht nur reagieren, sondern Zukunft gestalten.

Effektives Change Management sowie die gezielte Etablierung neuer Gewohnheiten sind hierbei entscheidend, da Veränderungen stets gesteuert erfolgen sollten.

1. KI:

KI bleibt 2026 ein zentrales Thema und wird vom Experiment zur Schlüsseltechnologie im Geschäftsbetrieb. In den meisten Unternehmen gibt es zwar erste, vereinzelte Anwendungen, aber systematische Prozessoptimierungensind selten; nur wenige nutzen das volle Potenzial.

Studien belegen die strategische Relevanz, während wichtige Limitierungen wie zum Beispiel geistiges Eigentum, Ethik oder auch der weniger glanzvolle sogenannte „AI Workslop“ (mit geringem Aufwand erzeugte, KI‑generierte Inhalte, die zwar professionell wirken, jedoch wenig Substanz bieten und letztlich mit zusätzlichem Aufwand die Organisation belasten)* weiterhin Herausforderungen darstellen.

Effizienzgewinne bleiben punktuell, denn technologische Fortschritte entfalten erst dann ihren Wert, wenn sie gezielt implementiert, integriert und von den Mitarbeitenden getragenwerden – hier setzt Change Management an.

→ Wer KI nicht nur verstehen, sondern wirksam einsetzen will, braucht mehr als Tools. Unsere KI-Trainings zeigen, wie technologische Fortschritte strategisch eingebettet, sinnvoll genutzt und nachhaltig im Arbeitsalltag verankert werden:

*Quelle: https://hbr.org/2025/09/ai-generated-workslop-is-destroying-productivity

2. “Competitive Edge” im Kerngeschäft:

Unter „Competitive Edge“ versteht man einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich – eine Stärke, die überdurchschnittlichen Erfolg sichert. Deutschland hat einen solchen Vorsprung über Jahrzehnte durch hochwertige Ingenieurskunst, eine starke Industrie (etwa im Automobilsektor) und Innovationskraftaufgebaut.

In den letzten Jahren ist dieser Wettbewerbsvorteil jedoch merklich geschrumpft: So meldeten zuletzt so viele deutsche Industriebetriebe wie noch nie einen Rückgang ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Strukturelle Schwächen wie schleppende Digitalisierung, hohe Energiekosten, Fachkräftemangel und nachlassende Innovationsdynamik haben dazu beigetragen. Exemplarisch zeigt sich dies in der Autoindustrie – einer Paradebranche, die lange führend war, nun aber wegen verspäteter Fokussierung auf Elektromobilität und intensiver Konkurrenz aus den USA und China an Boden verliert.

→ Um die internationale Relevanz und Schärfe ihres Competitive Edge wiederzuerlangen, müssen deutsche Unternehmen entschlossen handeln. Das erfordert Systematik, Verbindlichkeit und Durchhaltevermögen in der Unternehmenstransformation und im Change Management –  ausgerichtet auf ein klares Zielbild und gepaart mit konsequenter Agilität.

Wie wir Sie unterstützen:

amontis Navigator - Newsletter

amontis Navigator

amontis Navigator | Newsletter für Entscheider:innen, die Change, Führung und Strategie aktiv gestalten wollen.

3. Konjunkturunsicherheit:

Die aktuelle Konjunkturunsicherheit – bedingt durch geopolitische Konflikte, volatile Märkte, hohe Energiepreise und gestörte Lieferketten – ist so hoch wie selten zuvor. Tatsächlich gaben jüngst rund 77% der deutschen Firmen an, ihre künftige Geschäftsentwicklung kaum prognostizieren zu können*.

Viele Unternehmen können angesichts dieser Lage in extreme Reaktionsmuster verfallen: Die einen klammern sich an starre Fünfjahrespläne, obgleich solche langfristigen Planungszyklen in dynamischen Märkten schnell obsolet werden; die anderen verharren im passiven Abwarten – wer jedoch nur abwartet, verliert an Wettbewerbsfähigkeit.

Aus unternehmerischer Sicht führt kein Weg an kleinen, iterativen Strategien vorbei: Statt in Planstarre oder Untätigkeit zu verharren, gilt es, Investitionen flexibel zu staffeln und Entscheidungen agil anzupassen, um schnell auf neue Bedingungen reagieren zu können. Unternehmen, die einen solchen Ansatz wählen, agieren nachweislich deutlich reaktionsschnellerund wahren selbst in unsicheren Zeiten ihre Wettbewerbsfähigkeit.

→ Agile Transformationsprozesse laufen nicht von selbst. Selbstorganisation auf Teamebene und agiles Leadership sind in der Regel noch keine automatisch gelebten Verhaltensweisen. Neues zu erlernen geht schneller als Altes zu verlernen – und ein agiles Mindset sowie agiles Arbeiten erfordern beides.

 

Unsere agilen Workshops für Sie:

 
 
 

*Quelle: https://www.ifo.de/fakten/2025-10-31/unternehmen-sind-tief-verunsichert

4. Lieferketten und Supply Chain – Abhängigkeiten unter der derzeitigen geopolitischen Lage:

Die aktuelle angespannte geopolitische Lage – geprägt von Konflikten (z. B. der Ukraine-Krieg), neuen Handelsbarrieren und Sanktionen – hat die Verletzlichkeit globaler Lieferketten schonungslos offengelegt. Für Unternehmen ist dieses Thema zu einem zentralen Risiko- und Resilienzfaktor geworden: Lieferkettenunterbrechungen gehören laut Allianz Risk Barometer 2024 zu den Top-Geschäftsrisiken weltweit, und im vergangenen Jahr waren rund 80 % der Firmen von Störungen oder Verzögerungen in der Supply Chainbetroffen.

Kritische Abhängigkeiten von einzelnen Ländern oder Lieferanten verschärfen die Lage zusätzlich – beispielsweise sehen sich 40 % der deutschen Unternehmen, die auf ausländische Vorleistungen angewiesen sind, in einer Abhängigkeit von China.

→  Die Dringlichkeit und der Handlungsdruck sind groß – die Lösungen hingegen weniger offensichtlich. Sie ergeben sich aus einer systematischen Analyse der Supply Chain, der Entwicklung kurzfristiger Rückfallebenen und Notfallstrategien bis hin zu einer resilienten, agilen Zukunftsstrategie. 

 

KI kann dabei helfen, die erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen – und wir stehen Ihnen dabei zur Seite:

 

5. ESG (Environmental, Social, Governance):

Die Aufmerksamkeit für ESG-Themen schwankt derzeit stark: Die Dringlichkeit von Nachhaltigkeit wird zwar regelmäßig betont, doch momentan wird sie von geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen überschattet.

Dabei gehören Umwelt- und Sozialrisiken weiterhin zu den größten globalen Risiken – und sobald sich die Großwetterlage beruhigt, dürfte ESG wieder ganz oben auf der Agendastehen.

Spätestens die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) verleiht dem Thema ESG neue Dringlichkeit: ökologisch, weil der enorme Rechenaufwand von KI-Systemen gewaltige Energiemengen frisst – Rechenzentren für KI-Anwendungen verursachen bereits geschätzt 2–3 % der globalen Treibhausgasemissionen; sozial, da KI erhebliche Implikationen für Arbeitsmärkte hat (einige Studien warnen, KI könnte weltweit bis zu 300 Millionen Jobs verändern oder verdrängen) und Risiken algorithmischer Diskriminierung birgt; und in der Governance, weil mit der breiten Nutzung von KI Cybersicherheit, ethische Standards sowie Daten- und IP-Schutz immer wichtiger werden.

→ Agilität und Resilienz gehen idealerweise Hand in Hand. Wer sich frühzeitig mit ESG-Themen beschäftigt, bereitet sich optimal auf die Zukunft vor. Die vielfältigen Vorteile reichen von nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit bis hin zur Entdeckung neuer Geschäftsmöglichkeiten.

Zu diesem Thema:

Bringen Sie Ihre KI-Initiativen mithilfe des bewährten 3LoD-Modells, klaren Rollen und wirksamer Governance auf ESG-Kurs.

6. Geschäftsmodellinnovation und Transformation:

Die Herausforderung Geschäftsmodellinnovation und Transformation ist heute keine isolierte Aufgabe, sondern die logische Konsequenz aus den oben genannten Umbrüchen – von digitaler Disruption über Nachhaltigkeitsdruck bis zu geopolitischen Spannungen und Lieferkettenrisiken.

In einer Welt, in der Veränderung die einzige Konstante ist, müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle daher fortlaufend hinterfragen und an neue Bedingungen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Entscheidend dabei ist ein konsequentes Change Management, denn Studien zeigen, dass rund 70 % aller Transformationsprojekte scheitern – oft, weil Kulturwandel und Mitarbeiterbeteiligungvernachlässigt werden.

Wer den Wandel erfolgreich meistern will, muss folglich frühzeitig eine offene Firmenkultur fördern, Beschäftigte einbeziehen und die Veränderungsbereitschaft auf allen Ebenen stärken – Change-Management ist kein „nice-to-have“, sondern eine Pflichtkompetenz jeder Führungskraft.

 

→ Nicht alle Veränderungsinitiativen sind gleich. Einige erschüttern das Unternehmen bis in seine Grundfesten, während andere nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden haben. Doch jede Transformation hat einen Preis – und Unternehmen entscheiden (aktiv oder passiv) immer selbst, diesen zu investieren und einen Return zu erwirtschaften – oder ihn als Schmerzensgeld zu zahlen.

Diese Erkenntnis frühzeitig zu gewinnen, ermöglicht Ihnen eine bessere Kontrolle der Projektkosten und steigert die Erfolgschancen Ihrer Veränderungsvorhaben erheblich. Studien zeigen immer wieder: Die Kosten für die Rettung gescheiterter Change-Projekte sind deutlich höher als die Ausgaben für proaktives Change Management.

 

Wie wir Sie unterstützen:

 

Wir begleiten Sie bei Ihren Transformationen – praxisnah und wirksam!

Mit unseren Trainings und passgenauen Produkten unterstützen wir Unternehmen dabei, echte Ergebnisse zu erzielen und nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Das erste Gespräch geht übrigens auf uns – auch gerne persönlich vor Ort!

Übrigens: Unser neues Büro ist jetzt noch leichter zu finden, dank neu gestalteter Beschilderung und Türdesign.

Besuchen Sie uns gerne: Karlsberg 1, 69469 Weinheim. Wir freuen uns auf Sie!

Wie wir weiterhelfen können

Von Ihrer Vision zur gelebten Veränderung

1. Persönliche Infos

Erzählen Sie uns von sich. 
Das erste Treffen ist für Sie kostenfrei.

2. Individueller Plan

Wir entwerfen einen maßgeschneiderten Fahrplan.

3. Abgestimmte Details

Wir stimmen die Einzelheiten mit Ihnen ab und beginnen mit dem Projekt.

Aufbau einer starken Beziehung

Den Erfolg unserer Kunden ist uns Maßstab für unseren eigenen Erfolg. So verfolgen wir immer dasselbe Ziel.

Sie beherrschen Ihr Geschäft. Wir beherrschen die Methoden, Werkzeuge und Ansätze für unternehmerische und organisationale Weiterentwicklung und Veränderungen.

Arlette Dumont du Voitel - amontis
Arlette Dumont du Voitel

Arlette ist Managing Partner der amontis consulting ag und Consultant, Interim Manager, Trainer und Coach in allen Bereichen des Change und Projektmanagements.

Mathieu Blondeau | amontis Marketing and Sales Manager
Mathieu Blondeau

Mathieu Blondeau ist ein Marketing-Spezialist mit einem ausgeprägten internationalen Hintergrund. Er ist aufgeschlossen und motiviert und gibt sein Bestes, um neue Herausforderungen zu meistern.

Jenna Sitnikow

Jenna ist eine erfahrene Relationship Managerin, die sich der Förderung sinnvoller Beziehungen verschrieben hat. In ihren Artikeln teilt sie fachkundige Einblicke und praktische Ratschläge zu Beziehungen und Kommunikation.

amontis Navigator - Newsletter

amontis Navigator

amontis Navigator | Newsletter für Entscheider:innen, die Change, Führung und Strategie aktiv gestalten wollen.

Mathieu Blondeau

Mathieu Blondeau is a Marketing specialist with a strong international background. Open-minded and motivated, he gives the best to overcome new challenges.

Schreibe einen Kommentar